Initiatische Leibarbeit

ist Arbeit an der Ganzheit des Menschen, an der Individualität und dem persönlichen Eigensein. Sie wurde von Karlfried Graf Dürkheim entwickelt.

 

Einssein

Herbstliche Durchlässigkeit aller Töne
Wie viel Raum schwingt in dir. Mit Klingen - Vergehen und Werden
Gelassen lebt Leben, stirbt Sterben.
Milder wird Licht im Begegnen tieferer Schatten.
Einmal versöhnen will sich das Herz.
Einssein ist nur Augenblick
Getrennt uns sein leiden wir lange.

 

Gisela Dreher-Richels

 

In diesem Gedicht schwingt viel erfahrene Leibarbeit mit. Sie berücksichtigt den Menschen in seiner Einheit von körperlichem und geistigem Sein und wird damit sowohl seiner irdischen Fähigkeiten als auch seiner Sehnsucht nach dem göttlichen Ursprung gerecht. Diese gefühlte polare Spannung wird als Trennung bewusst und beflügelt die Sehnsucht nach Einswerden und Ganzheit. Hier setzt Initiatische Leibarbeit an.
Absichtslose, intuitive Berührungen erinnern den Leib und bringen ihn in Bewegung, in die „Arbeit“. Ein inneres Raumgefühl entsteht. Durchlässigkeit von innen nach außen und von außen nach innen entwickelt sich. Eine Begegnung mit den „tieferen Schatten“ und ihre Integration wird möglich. Weibliche und männliche Kräfte üben sich im Zusammenspiel. Mehr und mehr wird der Mensch die Person, die in ihrer ureigensten Gestalt vom inneren Wesen her im alltäglichen Leben da sein und handeln kann.

 

Vorgehensweise: Es beginnt mit einem Vorgespräch. Eine Behandlung kann im Liegen, Sitzen oder Stehen geschehen. Berührungen helfen, sich zu spüren, in sich hinein zu spüren und sich wahrzunehmen. Nach Zentrierung und Erdung beginnt der Leib seinen Prozess. Es können Bilder und Erinnerungen auftauchen, es kann zu verbalen Äußerungen und zu Bewegungen kommen. Nach der „Arbeit des Leibes“ geschieht manchmal eine ruhige Stille, vielleicht eine Neuordnung, ein Zusammenklang, ein Gefühl, „ ganz da zu sein und so, wie ich jetzt bin, ist es sehr gut.“ Nach der Behandlung ist es gut, das, was mir geschehen ist, in Worte zu fassen.

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